Rohrbegleitheizung  

Rohrbegleitheizung

Es muß flüssig bleiben

Rohrleitungen, Behälter und Armaturen müssen beheizt werden, um sie in Außenbereichen vor Frost zu schützen, sie auf bestimmten Temperaturen zu halten oder um sie aufzuheizen. Aus Energieeinsparungsgründen und um grundsätzlich die Funktion garantieren zu können, müssen beheizte Rohre und Behälter wärmegedämmt sein. Vor allem im Bereich der Haustechnik ist die Beheizung mit elektrischem Strom die einzig praktikable und wirtschaftlich vertretbare Technik.
Montagebeispiel Rohrbegleitheizung mit konventioneller Heizleitung
Heizleitungen - Heizbänder

Konventionelle Heizleitungen nach DIN VDE und selbstregulierende Heizbänder werden von DEFROMAT in verschiedenen Ausführungen und Leistungen lagermäßig geführt, wie auch das komplette Programm an Regel- und Überwachungsgeräten. Bei Angabe Ihrer Aufgabenstellung erarbeitet Ihnen DEFROMAT kurzfristig und unverbindlich ein Angebot oder einen Ausschreibungstext für Ihre Rohrbegleitheizung.
Montagebeispiel Rohrbegleitheizung mit selbstbegrenzenden Heizbändern
Die richtige Technik

Die erforderliche Heizleistung ergibt sich aus Rohrnennweite, Isolierstärke und dem Temperaturunterschied zwischen Rohrinhalt und Umgebung. Sie läßt sich genau errechnen und entsprechend dimensionieren. DEFROMAT berät Sie in allen Fragen zur Auslegung, Dimensionierung und sinnvollen Regelungs- und Steuerungstechnik.

Auch DEFROMAT montiert

Die Ausführung der Montage können der erfahrene, am Bau tätige Elektroinstallateur, aber auch der Rohrleitungsbauer und Isolierer vornehmen.

Für große oder technisch anspruchsvolle Projekte ist aber auch wieder eine Ausführung durch DEFROMAT eine optimale Lösung.

 

 

Typische Anwendungsbereiche

 

Bei der Beheizung von Rohrleitungen kann man drei typische Anwendungsfälle unterscheiden:

 

- Frostschutz für wasserführende Leitungen,

- Temperaturerhaltung (Ausgleich von Wärmeverlusten während der Förderung oder nur bei Stillstand),

- Aufheizen von Medien auf bestimmte Temperaturen (z.B. bei verfahrenstechnischen Prozessen).

 

Ausführungsvarianten:
Heizleitungsaufbau konventionell.
Als Heizelement für elektrische Rohrbegleitheizungen haben sich in der Praxis hauptsächlich Heizungen nach DIN VDE 0253 und die sogenannten selbstregelnden Heizbänder bewährt. Heizleitungen nach DIN 0253 mit einem Heizleiter aus hochwertigen Widerstandsdrähten und einer Kunststoff- isolierung müssen für bestimmte Längen und Heizleistungen in ihrem Widerstandswert auf die Anschlußspannung genau abgestimmt werden. DEFROMAT führt ein breites Wider- standssortiment von solchen Heizleitungen in Silikon/PVC- und Teflonausführung lagermäßig und bestimmt die Heizleistung. Damit können die meisten Einsatzfälle in der Haustechnik abgedeckt werden.
Heizbandaufbau selbstbegrenzend
In den letzten Jahren hat die Verwendung von selbstregulierenden Heizbändern stark zugenommen. Obwohl sie etwas teurer sind, überwiegen die Vorteile wie einfache Montage, Überhitzungssicherheit und zentimetergenaue Ablängbarkeit. Diese Heizbänder werden in den Leistungsbereichen 10 W/m bis 60 W/m geliefert. Durch den Selbstregulierungseffekt kann die wärmetechnische Auslegung etwas großzügiger erfolgen.
Die Verlegungstechnik:
Verlegetechnik: Heizleitung und Heizband
Die konventionelle Heizleitung nach DIN 0253 wird wegen der niedrigeren Belastbarkeit und um den Anschluß an einer Einspeisestelle zu bekommen, wie dargestellt, als Schleife doppelt parallel am Rohr verlegt. Selbstregulierende Heizbänder werden dagegen in der Regel einfach parallel am Rohr verlegt. Bei beiden Heizleitungsversionen kann eine Erhöhung der Heizleistung durch doppelte oder mehrfache parallele Verlegung oder durch Wickeln (bei Heizleitungen nach DIN 0253 entsprechend bifilar) erreicht werden. Die Heizleitungen werden vor der Verlegung der Isolierung im Abstand von ca. 30 cm durch Klebebänder befestigt oder (wärmetechnisch natürlich besser) mit einem Aluklebeband vollflächig am Rohr befestigt. Der Verzicht auf eine Wärmedämmung ist nur in bestimmten Fällen (in Gebäuden bei ruhender Luft) möglich bzw. sinnvoll.
Die Regelungsstechnik:
Beispiel Regelungstechnik für Rohrbegleitheizung
Da auch selbstregulierende Heizbänder nicht abschalten, sondern nur ihre Heizleistung reduzieren, ist in den meisten Anwendungs- fällen eine Temperaturregelung bzw. -begrenzung aus Wirtschaftlichkeitsgründen unbedingt zu empfehlen. Der Temperaturfühler wird in der Regel am beheizten Rohr angebracht, um die tatsächlichen Verhältnisse und die Wirkung der Heizleitung zu erfassen. Nur in Sonderfällen ist eine Regelung über die Außentemperatur zweckmäßig oder kann auf eine Regelung völlig verzichtet werden (bei der Beheizung von Warmwasserleitungen). Der Regler kann als Aufputzversion vor Ort montiert werden und die Heizleistung direkt schalten oder mit den Schalt- und Schutzeinrichtungen in einer Steuerverteilung untergebracht werden.

Heizbandtypen:

A = KA 2X, 10 W/m bei 5°C
B = KB 2X, 25 W/m bei 5°C
 - = nicht wirtschaftlich, stärkere Isolierung wählen oder längeres Heizband durch Wickeln aufbringen
□ = geforderte Isolierstärke nach Heizungsanlagenverordnung

Dimensionierungstabelle:

Die genauen Zusammenhänge zwischen wärmetechnischer Aufgabenstellung und erforderlicher Heizleistung bei den gegebenen anlagenspezifischen Vorgaben (Rohrnennweite, Isolierstärke) sind in der DEFROMAT Systembeschreibung Rohrbegleitheizung genau beschrieben.

Für den Anwendungsfall Frostschutz kann nach untenstehender Tabelle ausgelegt werden. Annahme: Rohrhaltetemperatur +5°C, niedrigste Umgebungstemperatur -25°C, einfache gestreckte Verlegung am Rohr.
Tabelle zur Auswahl der Heizbandtypen mit Angabe der Mindestisolierdicken
Auswahldiagramm